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Elementarschadenversicherungen: Notwendigkeit oder Überregulierung?

 

Sehr geehrte Immobilienverwalterinnen und -verwalter,

bereits 2023 wurde von Bundesrat und Ministerpräsidentenkonferenz festgestellt, dass die aktuelle Deckung gegen Elementarschäden unzureichend ist. Im März 2024 wurde dieses Thema auf der Konferenz der Ministerpräsidenten erneut aufgegriffen und ein Beschluss gefasst. Einige Tage später fand dann eine öffentliche Anhörung im Bundestag statt. Die Bundesregierung ist bei diesem Thema derzeit nicht geeint. Während SPD und Grüne eine Pflichtversicherung unterstützen, lehnt die FDP diese ab. Auch die Regierungschefs der Länder und Bundeskanzler Scholz fanden noch keine Einigung im Hinblick auf eine Pflichtversicherung. Die Bundesregierung hält derzeit an einer Angebotspflicht fest, während die Länder eine Pflichtversicherung fordern. Die Hochwasserkatastrophe in Bayern und Baden-Württemberg Anfang Juni hat diese Diskussion erneut angestoßen.

Der Vorschlag der Bundesregierung sieht vor, dass Versicherer für Neubauten ein obligatorisches Angebot machen müssen, das aber abwählbar ist (Opt-out). Auch Eigentümer von Bestandsbauten sollen ein Angebot bekommen (Opt-in). Aktuell sind wohl etwas mehr als 50 Prozent aller Privathäuser gegen Elementarschäden versichert. Bundesjustizminister Marco Buschmann lehnt eine Pflichtversicherung ab, da sie das Wohnen verteuern, Bürokratie erhöhen und den Staat nicht von finanzieller Haftung befreien würde.

Die folgende Umfrage zielt darauf ab, ein besseres Verständnis der aktuellen Versicherungslandschaft und der Obliegenheitspflichten, also der Pflichten der Versicherungsnehmer, zu gewinnen. Wir möchten herausfinden, wie gut Wohnungseigentümergemeinschaften über ihre Möglichkeiten und Pflichten informiert sind und welche Maßnahmen zur Verbesserung der Versicherungsabdeckung beitragen könnten.

Bitte nehmen Sie daher an der kurzen Umfrage teil. Ihre Antworten werden anonymisiert erhoben und ausgewertet. Die Ergebnisse werden zeitnah unter https://vdiv.de/immobilienverwaltung/verwalter-monitor veröffentlicht.

Mit freundlichem Gruß

Martin Kaßler
Geschäftsführer VDIV Deutschland